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Bericht des Geschäftsführers

Auszüge aus dem Bericht der Geschäftsführung des UHV „Obere Ohre“ zum Haushaltsjahr 2018


1.    Situation der Finanzen

Der Plan des Haushaltes 2018 beinhaltete Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1.638.243,40 €. Bei einer geplanten Investitionsgröße von 311.5 T€ für die Erneuerung des Inventars und der Grundmittel war ein Abschmelzen der Erneuerungsrücklage um rd. 151,0 T€ geplant.

Die Haushaltsrechnung 2018 schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1.451.891,06 €. Die deutliche Abweichung um rd. -186,4 T€ zum HHP 2018 ergibt sich aus z.T. nicht getätigter Erneuerung von Maschinen bei gleichzeitig höheren Einnahmen für freiwillige Aufgaben (Sonderbeiträge) und Mehrkosten.
Höhere Ausgaben entstanden vor allem bei Treib- und Schmierstoffen, Verbrauchsmaterial sowie der Unterhaltung der Maschinen, Geräte und Anlagen. Ursächlich sind die beschriebenen Mehrleistungen für Mitglieder. Diese führten jedoch auch zu den genannten Mehreinnahmen.
Auch bei Unternehmerleistungen sind höhere Ausgaben als geplant zu verzeichnen. Sie wurden u.a. durch Auflagen aus dem Naturschutz herbeigeführt (Einsatz Minibagger im Graben Ja 26).
Die geplante Abschmelzung der Erneuerungsrücklage um rd. 151 T€ fand auf Grund der geringeren und verschobenen Investitionen nicht statt.
Trotzdem ergibt sich aus dem Haushalt 2018 ein Negativsaldo von rd. 28 T€. Die erforderliche und geplante Bildung von Mitteln zur Erneuerung, welche mit rd. 160 T€ der Abschreibung entspricht, wurde mit rd. 132 T€ im Ist verfehlt.

Fazit:

Die Vorgaben des Haushaltsplanes 2018 wurden eingehalten. Es wurden höhere Einnahmen als geplant erzielt. Die geplanten Ausgaben wurden in Summe unterschritten. Höhere Ausgaben in Einzeltiteln sind mittels Haushaltsvermerk zur Deckungsfähigkeit durch Minderausgaben in anderen Haushaltstiteln legitimiert. Die Unterschreitung der geplanten Haushaltsumme machte keinen Nachtrag erforderlich.

Die Finanzsituation des Verbandes insgesamt wird als gut eingeschätzt. Die Höhe der zum Jahresende 2018 vorhandenen Rücklage ist ausreichend. Da zweckgebundene Ablösen keine Rücklagen darstellen, ist auch die Vorgabe nach § 55 WGLSA erfüllt. Hiernach dürfen Rücklagen nur 50% der jährlichen Einnahmen betragen.

Die Kosten im Verband steigen laut langjähriger Statistik durch allgemeine Teuerung oder z.B. auch durch Biber um jährlich rd. 1,6 %. Dies sind im Durchschnitt rd. 20 Cent/ ha und Jahr.
Die Flächen- und Erschwernisbeiträge lagen im Zeitraum 2015-18 also vier Jahre auf gleichem Niveau, d.h. es fand keine nennenswerte Anpassung der Beiträge statt. Dies war möglich, weil durch relativ geringe Investitionen und Nutzung der Erneuerungsrücklage sowie zusätzlicher Einnahmen die höheren Kosten kompensiert wurden.
Das Negativsaldo von rd. 28 T€ im Jahr 2018, hoher Investitionsbedarf in den nächsten Jahren und das weitere Wirken der Teuerung weisen auf einen Fehlbetrag an Einnahmen in den nächsten Jahren hin. Laut Fünfjahresplan ist spätestens 2022 nach Verbrauch der Erneuerungsrücklage, mit einer Beitragsanhebung zu rechnen.

2.    Unterhaltung und Betrieb der Gewässer und Anlagen, Sonstiges:

Der Verband unterhielt 2018 annähernd die gleiche Anzahl an Gewässern und Anlagen, wie im Vorjahr:

-    als Pflichtaufgabe: 1670 km Gewässer 2. Ordnung und 118 Abschlagswehre, Stützschwellen, Sohlgleiten und Staue, die den Ausbauzustand der Gewässer sichern,
-    weitere Aufgaben für Mitglieder:  106 km Landesgewässer, 118 Stauanlagen, Fischpässe, Schöpfwerke, einige Brücken und Wege.

 

Bei der Unterhaltung der Gewässer und Anlagen traten 2018, abgesehen von erneut gestiegenen Kosten durch Biber keine besonderen Schwierigkeiten auf. Die Mehrbelastungen durch Biber an Gewässer und Anlagen 2. Ordnung sind im Vergleich zum Vorjahr um rd. 10 T€ auf rd. 81,1 T€ gestiegen. Dies belastete 2018 den Beitrag mit 1,37 €/ha (Vorjahr 1,20 €/ha).

Durch effektiven Einsatz des Betriebshofes, besserer Technik und motivierter Mitarbeiter konnten aus Vorjahren bestehende Unterhaltungsdefizite weiter abgebaut werden. Zum Jahresende 2018 waren folgende Aufgaben anhängig:

-    228 (Vorjahr = 307)  kleinere und größere Maßnahmen an Gewässern und Anlagen, wie z.B. Grundräumungen, Reinigung von Durchlässen, Ufersicherungen, Beseitigung Windbruch usw.
-    175 (Vorjahr = 196)   Gehölzpflegearbeiten
-    144 (Vorjahr = 165)   Reparaturen an Anlagen (Staue, Fischpässe usw.)

In allen Bereichen war ein Rückgang der anhängigen Maßnahmen zu verzeichnen.

Nach derzeitigem Stand kann eingeschätzt werden, dass der Personal- und Technikbestand des Betriebshofes (1 Vorarbeiter, 9 Arbeiter) den momentanen Aufgaben gerecht wird. Zusätzliche Aufgaben können mit dem vorhandenen Personal jedoch nicht abgedeckt werden. Sollte z.B. die Bibertätigkeit weiter deutlich zunehmen, kommt es hier ohne Erweiterung der Kapazitäten zu Verzögerungen bei der Abarbeitung dieser Maßnahmen.

Für Maschinen, Geräte und Personal fehlen Stell- und Lagerflächen. Eine Anmietung oder Kauf einer entsprechenden Fläche durch den Verband ist in der Haushaltsplanung 2019 vorgesehen.

Die Verwaltung war in 2018 mit drei Personen gleich 2,1 Stellen besetzt. Ein Geschäftsführer, der auch den technischen Aufgabenbereich wahrnimmt, eine Verwaltungsangestellte für Buchhaltung, Lohn (0,5) und eine Verwaltungsangestellte für allgemeine Verwaltung, Personal und Kataster (0,6).
Die Stelle des Verbandstechnikers ist nicht besetzt. Hierdurch entstehenden Defizite bei der kontinuierlichen Planung der Gewässerunterhaltung.

2018 endet die Wahlperiode des Vorstandes und der Schaukommissionen. Die Stimmvertreter der Mitglieder für die Verbandsversammlung sind ebenfalls für die nächsten fünf Jahre neu zu bestimmen. Die Berufenen der Interessenverbände und ihre Stellvertreter sind neu zu berufen.
Die gute Zusammenarbeit der einzelnen Verbandsgremien und der Geschäftsführung der vergangenen Wahlperiode soll an dieser Stelle hervorgehoben werden. Es ist zu hoffen, dass sich diese nach der bevorstehenden Wahl in gleicher Kontinuität fortsetzt.


30.01.2019                 gez. Müller
                                   Geschäftsführer