Gewässerunterhaltung

Biber

 

Das gesamte Gewässernetz im Verbandsgebiet "Obere Ohre" ist mehr oder weniger von Bibern besiedelt.

Die Population beträgt mehrere hundert Individuen.

 

Die Biber errichten in den Gewässern Dämme und stauen diese in Folge auf.

Der Rückstau in den gefälleschwachen Gewässern und Gräben geht teilweise über mehrere Kilometer und beeinflusst somit große Flächen. Dies kollidiert in erheblichem Umfang mit Interessen von Landeigentümern – und –nutzern und beeinflusst auch zunehmend Wohngebiete.

 

Biber untergraben außerdem auch Gewässerböschungen und fällen Ufergehölze. Dies führt ebenfalls zu Schäden.

 

Der Unterhaltungsverband ist auf Grund seiner hoheitlichen Aufgaben, wie z. B. der Gewährleistung des ordnungsgemäßen Abflusses des Wassers, verpflichtet, auch bei diesbezüglichen Störungen durch Bibertätigkeit tätig zu werden.

 

Auf Grund des hohen Schutzstatus des Bibers benötigt der UHV für alle Handlungen, die Biber berühren, artenschutzrechtliche Befreiungen. Diese Befreiungen werden von den Unteren Naturschutzbehörden der beteiligten Landkreise grundsätzlich, aber mit Auflagen erteilt.

So ist bei Tätigkeiten an Biberdämmen die Einzelentscheidung der Naturparkverwaltung Drömling einzuholen und bindend.

 

 

Die Antragstellung der Einzelmaßnahme, die Prüfung und Entscheidung durch die Naturparkverwaltung sowie die Durchführung der Maßnahme nehmen je nach Umstand 2-14 Tage in Anspruch. Ca. 10% der Anträge werden vorübergehend oder ganz abgelehnt.

 

Die Kosten der Anträge und Maßnahmenrealisierung trägt derzeit der UHV aus Beiträgen seiner Mitglieder. Eine Mitfinanzierung aus öffentlichen Geldern, die seitens des Verbandes vehement gefordert wird, fand bisher in Sachsen-Anhalt keine politische Mehrheit.